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Antitranspirante mit Aluminiumchlorid
Normale Deodorants , die gar nicht oder nur mit geringen Mengen Aluminiumchlorid versetzt sind, reichen zur Reduzierung der Schweißbildung bei Hyperhidrose nicht aus. Aber spezielle Deodorants - auch Antitranspirante genannt - können mit einer höheren Konzentration an Aluminiumchlorid von ca 10-20% ein effektives Mittel gegen Hyperhidrose sein. Sie funktionieren, indem die Aluminiumsalze in die Schweißkanäle eindringen, sich mit dem dort befindlichen Keratin verbinden und so die Schweißdrüsenausgänge verstopfen. Das Ziel einer solchen Hyperhidrose Therapie soll die dauerhafte Rückbildung der Schweißdrüsen sein.
Leitungswasser Iontophorese
Bei der Iontophorese gegen Hyperhidrose werden Hände oder Füße in zwei mit jeweils einem elektrischen Leiter versehenen Behälter mit Wasser gelegt. Die Hände bzw Füße schließen den Stromkreis und durch Elektroden wird dann schwacher Strom durch das Wasser geleitet. Die Iontophorese soll so durch die Beruhigung der überregten Schweißdrüsen bei einer regelmäßigen Anwendung zu einer Verminderung der Schweißbildung führen. Obwohl die Wirkung der Iontophorese wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt ist, kann sie in einigen Fällen sehr gut bei Hyperhidrose an Händen oder Füssen helfen, in anderen Fällen zeigt sie aber auch gar keine Wirkung.
Medikamente Antihidrotika und Psychopharmaka
Es gibt auch einige Medikamente, die gegen Hyperhidrose eingesetzt werden. Dazu gehören z.B. Medikamente mit den Wirkstoffen Salbei und Anticholinergika, die die Produktion des Botenstoffes Acetylcholin, der für die Übertragung der Befehle zur Schweißbildung verantwortlich ist, vermindern sollen. Darüber hinaus wurden auch Präparate wie Psychopharmaka, Tranquilizer und Betablocker getestet. In vielen Fällen waren die Ergebnisse allerdings eher enttäuschend und die Wirksamkeit des Einsatzes von Medikamenten gegen Hyperhidrose ist bis jetzt noch nicht ausreichend belegt.
Schweißdrüsenabsaugung
Die Schweißdrüsenabsaugung gegen Hyperhidrose funktioniert ähnlich wie eine Fettabsaugung. Über dünne Kanülen wird erst ein Lokalanästhetikum in das betroffene Hautareal eingespritzt und anschließend werden dann die Schweißdrüsen abgesaugt. Sind die Schweißdrüsen abgesaugt, kann durch diese kein Schweiß mehr gebildet werden. Auch die verbliebenen Schweißdrüsen sollen bei einem fachgerecht durchgeführten Eingriff größtenteils daran gehindert werden, Schweiß abzusondern, da durch den Eingriff die Nervenverbindungen zu den Schweißdrüsen zerstört werden. Allerdings können sich diese Nerven im Laufe der Zeit teilweise wieder regenerieren, so dass es manchmal Jahre nach nach einer Schweißdrüsenabsaugung wieder zu übermäßiger Schweißbildung kommen kann.
Hyperhidrose Behandlung mit Botox
Bei der Behandlung mit Botulinumtoxin (kurz Botox genannt) gegen Hyperhidrose wird Botox in die betroffenen Hautareale eingespritzt. Dort hemmt das Botox die Bildung von Acetylcholin . Acetylcholin ist der Botenstoff, der den Befehl zur Schweißproduktion überträgt. Deshalb kann ohne Acetylcholin auch kein Schweiß mehr gebildet werden. Da aber die Hemmung der Acetylcholin-Bildung und damit die Wirkung der Botox-Behandlung nicht dauerhaft ist, muß sie nach einer gewissen Zeit - in der Regel nach 4 - 7 Monaten - wiederholt sein. Wie lange die Wirkung genau anhält, ist dabei von Mensch zu Mensch verschieden.
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