Fettabsaugung - Meine Erfahrungen


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Vor der Fettabsaugung

 OP-Tag Fettabsaugung

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Die Zeit danach

 

Fettabsaugung / Liposuktion - Der Tag der Operation

Obwohl ich vor der OP gar nicht so intensiv an die geplante Fettabsaugung denken konnte, weil ich privat ja so viel um die Ohren hatte, wurde ich am Abend vor der OP dann doch ganz schön nervös, konnte mich vor Aufregung kaum noch konzentrieren, so daß ich schon kurz nach 22.00 Uhr ins Bett gegangen bin. Bin auch schon wieder um halb 6 wieder aufgewacht, obwohl der Wecker erst um 6.00 Uhr klingeln sollte.

Zuhause war es dann noch etwas hektisch, weil die Kinder, die von der geplanten Liposuktion nichts wußten, noch ihren ganz normalen Alltag hatten und in die Schule mußten. Aber um 7.30 Uhr konnten wir dann endlich losfahren. Ich hatte ursprünglich mal mit dem Gedanken gespielt, meinem Mann die Fahrerei zu ersparen und auf dem Hinweg alleine zu fahren, war dann aber sehr froh, daß er den Chauffeur spielte. Ich war so aufgeregt, und mir wäre es wohl doch schwer gefallen, mich auf den Verkehr zu konzentrieren. Im Bereich der Hoheluftbrücke kamen wir noch in einen Megastau, und ich hatte totale Angst, daß wir zu spät kommen würden. Ganz knapp hat es aber noch geklappt, und 5 Minuten vor halb neun kamen wir endlich in der Beautyklinik in Hamburg am Mittelweg an, wo ich auch schon erwartet wurde.

Dr. Pullmann ging mit mir in einen Raum, in dem er noch mal die einzelnen Zonen mit mir besprach und spontan meinte, daß er vielleicht doch auch noch an den Innenschenkeln ein bischen absaugen wollte. Er zeichnete mich an und erklärte dabei, wie es gleich ablaufen und was er machen würde. Und weil er die ganze Zeit so nett mir mir redete, war ich gut abgelenkt, fand ich die Anzeichnerei gar nicht so schlimm und unangenehm, wie ich es vorher befürchtet hatte.

Anschließend ging es in "mein Zimmer", wo ich das Gespräch mit dem sehr netten Narkosearzt führte. Er hat mir alles genau erklärt und mir versprochen, daß mir nicht übel sein würde, und daß ich ganz schnell wieder fit wäre. Ich war aber nach wie vor sehr skeptisch, hatte einfach zu oft schon andere Erfahrungen gemacht. Er meinte, daß ich nach der OP noch ca 2 Stunden in der Klinik warten solle und dann wieder abgeholt werden könnte. Allerdings dürfe ich an dem Tag nich mehr Auto fahren und sollte auch zuhause jemanden haben, der sich um mich kümmern könne. Genau wie Dr. Pullmann gab er mir noch seine Telefonnummer, damit ich ihn anrufen könnne, wenn irgendetwas sei. Ich bat ihn dann darum, mir den Zugang nicht auf den Handrücken zu legen, weil das für mich bei früheren Operationen immer sehr schmerzhaft gewesen sei. Er überlegte und meinte, normalerweise würde er Zugänge sowieso in die Armbeuge legen, nur bei einer Fettabsaugung, bei der der Patient auch gedreht werden müsse, sei der Zugang über den Handrücken eigentlich etwas unkomplizierter. Aber in meinem Fall würde er es dann über die Armbeuge versuchen.

Als nächstes kam eine sehr nette Schwester, die mir OP-Hemdchen, eine Haube für die Haare, Frotteepantöffelchen und einen Wegwerfslip hinlegte. Allerdings bereitete sie mich auch darauf vor, daß ich den Slip nur kurz an- und dann gleich schon wieder ausziehen dürfe.

Nach dem Umziehen mußte ich nur noch einen kurzen Moment warten, und um kurz vor halb 10 ging es dann in den OP-Raum. Dort sollte ich mich - wie vorher von der Schwester angekündigt - der gerade angezogenen Sachen schon wieder entledigen und wurde von einer anderen Schwester an den abzusaugenden Zonen desinfiziert. Dafür sollte ich die Arme über Kopf nehmen, durfte die desinfizierten Bereiche nicht mehr berühren. So mußte ich nun versuchen mit hochgehaltenen Armen und ohne Aufstützen auf den OP-Tisch zu kommen und mich hinzulegen. Das war gar nicht so leicht. Ich wurde dann noch mit einem sterilen Papiertuch und einer Decke zugedeckt. Die ganze Zeit haben wir uns so nett unterhalten und viel gelacht, daß ich ganz vergessen habe, noch irgendwie aufgeregt zu sein.

Dann kam auch schon Dr. Pullmann in OP-Kleidung, mir wurde der Zugang wie versprochen in die Armbeuge gelegt, der Narkosearzt fing an Flüssigkeiten einzuspritzen, kündigte an, daß mir gleich schon etwas schummerig werden würde. Das war auch so. Und dann war ich ganz schnell "weg". Und mitten im Träumen war ich auch schon wieder da. Allerdings waren inzwischen schon über 3 Stunden vergangen, von denen ich gar nichts mitbekommen habe, in denen Dr. Pullmann aber intensiv gearbeitet hatte.

Das Mieder war mir auch schon angezogen worden, während ich noch in Narkose war. Ich wurde ins Zimmer gebracht, mußte gleich zur Toilette, war aber schon in der Lage, da alleine ohne Begleitung hinzugehen. Danach ging es dann ab ins Bett. Der Narkosearzt , die Schwester und Dr. Pullmannn schauten noch mal nach mir und Dr. Pullmann erzählte mir, daß er 1,5 Liter Fett abgesaugt hätte. Mehr hätte er wegen der Hautbeschaffenheit nicht wegnehmen wollen.

Und dann war ich alleine, konnte gar nicht fassen, daß ich es hinter mir hatte, und daß es mir schon so gut ging. Ich zitterte zwar, konnte aber schon die ersten SMS tippen. Richtige Schmerzen hatte ich nicht, aber ich merkte, daß an bestimmten Zonen "gearbeitet" worden war. Es ziepte und brannte ein bischen, das Gefühl war vielleicht am ehesten vergleichbar mit blauen Flecken. Das Zittern dauerte nur ein paar Minuten und dann habe ich es auch schon nicht mehr im Bett ausgehalten. Bin aufgestanden und im Zimmer hin- und hergelaufen, habe aus dem Fenster geschaut und einige liebe SMS beantwortet. Dr. Pullmann kam später auch noch mal, gab mir Antibiotika und für den Fall der Fälle Schmerzmittel. Die Tapes, die ich unter dem Mieder hatte, sollte ich am Sonntag abend entfernen dürfen, am besten unter der Dusche, und bis dahin aber auf das Duschen ganz verzichten. Nach dem Entfernen der Tapes dürfte ich dann mit und ohne Mieder duschen.

Nachdem Dr. Pullmann, der an dem Nachmittag ja noch Sprechstunde hatte,weg war, zog ich mich an. Ausgelaufen bin ich übrigens gar nicht. Nur auf dem OP-Hemdchen waren ein paar kleine Fleckchen. Und dann mußte ich noch auf meinen Mann warten, der mich um halb 3 abholen sollte. Ich mochte aber nicht im Bett liegen und fand die Warterei ganz schön langweilig. Ich habe fast die ganze Kanne Wasser, die auf meinem Nachttisch stand, ausgetrunken und mir mit ein paar Telefonaten die Zeit etwas vertreiben können. Und weil mir das Zimmer zum Herumlaufen und Warten irgendwann doch zu klein und zu langweilig wurde, bin ich schon ein paar Minuten, bevor mein Mann endlich eintraf, nach unten gegangen, um dort an der Straße auf ihn zu warten.

Beim Sitzen im Auto und bei hartem Bremsen oder Anfahren merkte ich die abgesaugten Stellen allerdings schon. Und auch als ich zuhause ankam, mochte ich noch nicht so gern sitzen oder liegen. Ich versuchte zwar, mich ab und zu auch mal auszuruhen, war aber die meiste Zeit ruhelos und voller Tatendrang. Ein langer Spaziergang mit Hund und Familie hat mir sehr gut getan.

Abends war ich zwar irgendwie müde, konnte aber - obwohl ich gar keine richtigen Schmerzen hatte - trotzdem fast überhaupt nicht schlafen. Ich habe mich zuerst auf den Rücken gelegt, weil ich dachte, daß die anderen Positionen für mich unangenehm wären, merkte dann aber, daß ich auch schon super auf dem Bauch und auf der Seite liegen konnte. Nur der Wechsel der Position fiel etwas schwer, so als hätte ich einen Riesen-Muskelkater. Zum Schlafen war ich trotzdem noch viel zu aufgewühlt, immer wieder gingen mir Gedanken und Bilder des Tages, den ich hinter mir hatte, durch den Kopf. Wahrscheinlich war ich vorher doch noch viel aufgeregter gewesen, als ich es mir selber eingestanden hatte. Gegen halb 4 bin ich bis halb 6 fest eingeschlafen. Mehr Schlaf habe ich in dieser Nacht nicht bekommen.

 

Daten und Fakten

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