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Brustvergrößerung ÜBM = über dem Brustmuskel (epipectoral), also unter der Brustdrüse(subglandular):
Bei dieser Technik wird das Implantat in einer Tasche, die auf dem Brustmuskel liegt, platziert.
- Für den Arzt der einfachere Eingriff
- Relativ schonender Eingriff, häufig mit weniger Schmerzen verbunden als UBM
- Bei wenig Eigengewebe können Implantatränder sicht- und fühlbar sein
- Bei wenig Eigengewebe / schwachem Bindegewebe / großen Implantaten besteht die Gefahr, dass die Brust schnell anfängt zu hängen
- Implantat senkt sich im Alter zusammen mit der Brust (kein Double Bubble)
- Brustkrebsvorsorge etwas schwieriger als bei UBM
Brustvergrößerung UBM = teilweise unter dem Brustmuskel (subpectoral, Dual Plane Technik):
Bei dieser Technik wird das Implantat in einer Tasche unter dem Brustmuskel platziert. Dafür wird der Brustmuskel im unteren Bereich abgelöst und durchtrennt, so dass eine unerwünschte, durch den Muskelzug verursachte Implantatbewegung vermieden werden kann. Durch moderne OP-Techniken kann diese Operation relativ gewebeschonend und bluttrocken durchgeführt werden.
- <Für den Arzt der aufwändigere Eingriff, der mehr Erfahrung erfordert
- Im Vergleich zu ÜBM können stärkere Schmerzen auftreten, müssen aber nicht (die gefühlte Schmerzintensität ist unter anderem abhängig davon wie gewebeschonend die OP durchgeführt wurde, wie groß die Implantate sind, wie das individuelle Schmerzempfinden ist ….)
- Je nach OP-Technik kann es bei Muskelanspannung zu mehr oder weniger sichtbaren Implantatbewegungen / Verformungen kommen
- Durch die Abdeckung des Implantats durch den Pectoralis-Muskel sind Implantat-Ränder im oberen Bereich weniger sicht- und fühlbar (wichtig bei wenig Eigengewebe!)
- Weil das Implantat durch den Muskel gehalten wird, bleibt die Brust bei wenig Eigengewebe - auch bei größeren Implantaten - relativ straff (keine Hängebrust)
- Bei viel Eigengewebe kann es dagegen zum Double Bubble kommen, wenn die Brust sich im Alter absenkt, das Implantat aber weiter vom Muskel gehalten wird
- Einfachere Brustkrebsvorsorge
- Studienergebnisse über geringeres KF-Risiko sind umstritten
Brustvergrößerung komplett unter 4 Brustmuskeln (total submuskulär):
Bei dieser Technik wird das Implantat in einer Tasche unter allen 4 Brustmuskeln platziert.
- Die komplett submuskuläre Lage ist noch aufwändiger als die teilweise UBM-Platzierung, erfordert sehr viel Erfahrung, wird aber von relativ wenigen Operateuren angewendet.
- Sie ist vor allem für Frauen mit sehr wenig Eigengewebe geeignet.
- Durch die Abdeckung des Implantats aller Muskel sind Implantat-Ränder auch im unteren Bereich weniger sicht- und fühlbar
Brustvergrößerung subfascial oder subfaszial:
Bei dieser sehr selten angewendetete Technik wird das Implantat auf den Brustmuskel unter die Muskelfaszie gelegt.
- Im Vergleich zu einer rein subglandulären Lage soll die Abdeckung des Implantates durch die Muskelhaut die Sicht- und Tastbarkeit des Implantates reduzieren.
- Da die Muskel-Faszie aber nur ca 1 mm dick ist und das Lösen der Muskelhaut vom Muskel ohne sie zu zerreißen sehr schwierig ist, wird der Nutzen der zusätzlichen Abdeckung gegenüber den Risiken oft diskutiert.
- Die OP-Methode wird als „blutiger“ beschrieben als die anderen Methoden. Um das Kapselfibrose-Risiko zu minimieren, sollten deshalb solange Drainagen gelegt werden, bis die eventuell noch auftretende Blutungen gestoppt sind.
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