Brustvergrößerung - Meine Erfahrungen


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Mein Tagebuch :

Der OP-Tag Brustvergrößerung bei Dr. Pullmann in Hamburg:

Allgemeine Infos :

Erste Überlegungen

1. Beratungsgespräch

2. Beratungsgespräch

Zeit bis Brustvergrößerung

Die OP Brustvergrößerung

Erste Tage nach OP

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Das Leben nach OP

Vorher-Nachher-Bilder

 

Nachdem ich in der letzten Nacht vor der Operation wider Erwarten doch ganz gut geschlafen hatte, war endlich der Morgen des 06.04. gekommen.Und da stellte sich bei mir heftigste Aufregung ein. Ich konnte immer noch kaum fassen, daß ich gleich wirklich die Brustvergrößerung würde machen lassen. Ich duschte, trank noch etwas Wasser, was ja erlaubt war. Essen durfte ich nicht mehr. Dann verabschiedete ich mich kurz im Internet-Forum und los ging es.

Mein Mann brachte mich um 9.00 Uhr mit dem Auto in die Klinik nach Hamburg. Unterwegs war ich kaum in der Lage zu sprechen, so aufgeregt war ich. In der Klinik angekommen, mußte ich drinnen nur einen kurzen Moment im Empfangsbereich warten und wurde dann in mein Zimmer gebracht. Das war sehr superschön, überhaupt nicht klinikmäßig eingerichtet. Mit direktem Zugang zum eigenen Badezimmer nur wenige Schritte von meinem Bett entfernt. Natürlich auch mit TV-Gerät. Und obwohl das Zimmer eigentlich als Zweitbett-Zimmer eingerichtet war, hatte ich es für mich alleine.

Nach der Verabschiedung von meinem Mann, der wieder nach Hause zu den Kindern mußte, kam die Schwester. Reinigte mir meinen frisch geduschten Oberkörper noch mal mit diversen Mittelchen und wickelte mir ein desinfiziertes Tuch um. Darüber zog ich das OP-Hemdchen an. Leider rutschte mir das Tuch immer wieder von meinem noch flachen Oberkörper 'runter. War ja noch keine Brust da, die es halten konnte.

Und dann hatte ich noch jede Menge Zeit, die OP sollte erst gegen Mittag sein. Während ich auf Dr. Pullmann wartete, habe ich erst noch etwas in Zeitschriften gelesen und dann einfach so ein bischen gedöst. Wurde aber mit der Zeit immer noch aufgeregter.

Gegen 11.00 Uhr kam dann ein total entspannter und netter Dr. Pullmann in mein Zimmer. Er fragte mich, ob ich arg aufgeregt sei oder nur ein bischen. Ich antwortete der Wahrheit entsprechend: "arg aufgeregt". Aber er schaffte es auf seine ruhige Art, mir - zumindestens solange er da war - einen großen Teil der Aufregung zu nehmen. Und er meinte, daß er noch ganz viel Zeit für mich hätte, um alles zu besprechen. Der OP-Raum würde jetzt noch fertig gemacht werden, das dauerte so ungefähr eine Stunde, und er hätte auch vorher nichts mehr vor. Und nach der Operatio müsse er auch erst so gegen 15.00 Uhr in der Praxis sein.

Dann sprachen wir noch mal ganz lange über die Größe der Implantate: Entweder 2 verschiedene (280 und 295), da rechts etwas größer wirkte (aber wahrscheinlich nur die Haut, nicht das Gewebe), oder doch etwas mehr, also die 320er. Ich bin dann mit Dr. Pullmann so verblieben, daß ich volles Vertrauen zu ihm habe, und daß er es während der OP ausprobieren könne und das nehmen sollte, was am besten bei mir aussieht. Beim Aufmalen der Linien auf den Körper bestätigte ich noch mal, daß ich immer noch den BW-Schnitt wollte. Den wollte er dann ganz leicht am inneren Rand des BW-Vorhofs ausführen. Da ich keinen klar abgegrenzten Rand habe, würde man ihn so nicht so stark sehen. Daß es anatomische werden sollten, hatten wir ja schon in den Beratungsgesprächen festgelegt.

So gegen 12 Uhr wurde ich dann in den OP gebracht. Er war vom Zimmer nur wenige Schritte entfernt. Im OP-Saal sah ich Dr. Pullmann dann zum ersten Mal in voller OP-Kleidung. Da kam er mir ganz fremd vor. Auch den Anästhesisten habe ich kaum wiedererkannt. Ich mußte dann auf der OP-Liege Platz nehmen. Die Arme wurden fixiert und ich bekam den Zugang für die Narkose gelegt, war dann auch ziemlich schnell weg. So richtig aufgewacht bin erst so wieder um 17.00 Uhr. Mir ging es kreislaufmäßig nicht so gut, mir war übel und schwindelig. Die anderen Schmerzen hielten sich in Grenzen. Fühlte sich eher so an wie ein extrem starker Muskelkater. Das Heben des Oberkörpers empfand ich aber als sehr unangenehm. Das Liegen auf dem Rücken allerdings auch.

Und ich hatte solchen Durst. Auf meinem Nachttisch stand eine Flasche Mineralwasser, die ich vor der OP schon einmal aufgemacht hatte, weil mir jemand mal erzählt hatte, daß das Öffnen direkt nach der OP nicht so leicht wäre. Und dann habe ich ganz viel getrunken.

Aber dann wurde mir sooo übel und mein Kreislauf war auch total im Keller. Dachte einen kurzen Moment, warum ich das alles auf mich genommen habe, und wie ich wohl bloss die Nacht überstehen würde. Konnte zwar schon alleine aufstehen und mich irgendwie zur Toilette schleppen. Aber fühlte mich zu schwindelig, um zu telefonieren oder eine SMS zu verschicken.

Meine Drainagen waren bis dahin eigentlich fast trocken, es kam kaum Blut oder Wundflüssigkeit. Aber gegen 19.30 konnte ich gegen die Übelkeit nicht mehr ankämpfen, habe das erst Mal gespuckt. Und dann ging es auf der rechten Seite mit den Blutungen los. Mir war das zu dem Zeitpunkt ziemlich egal, aber die Schwester machte sich wohl Sorgen um mich und rief am Abend noch Dr. Pullmann an.

Gegen 21.00 Uhr kam dann Dr. Pullmann direkt aus der Praxis. Er war sooo supernett, hat ganz lange bei mir am Bett gesessen, mich getröstet, und irgendwann versucht, mir ganz schonend beizubringen, dass er die rechte Brust doch lieber noch mal aufmachen würde. Er meinte zwar, die Drainage wäre ja da, und es könnte auch so weiter auslaufen, aber auf Dauer wäre sonst das Risiko einer Kapselfibrose zu gross, und er wollte einfach sehen, was los war.

Ich habe in dem Moment, als er mir davon erzählte, erst gedacht, daß er von einem nochmaligen Aufmachen in der fernen Zukunft sprechen würde. Und als ich dann realisierte, daß er meinte, jetzt gleich, habe ich erst mal total die Krise bekommen. Ich war doch so froh, daß ich die ersten Stunden Post-OP schon geschafft hatte, wollte einfach nicht, daß noch mal alles von vorne losgehen würde.

Aber irgendwie erklärten mir die Narkose-Ärztin und Dr. Pullmann, daß der zweite Eingriff nicht so lange wäre (nur ca 20 Minuten). Da würde nur das Implantat herausgenommen werden, die Wunde gereinigt, eventuelle Blutungsherde verödet. Und das wars. Deshalb wäre auch die Narkose nicht so stark, und sie könnte sogar meiner Abwehrreaktion (also dem Spucken und der Übelkeit) entgegenwirken. Und so war es dann glücklicherweise auch.

Bis der OP-Raum und Personal allerdings fertig waren, war es schon fast 23.00 Uhr abends. Da mein Kreislauf immer noch nicht stabil war - ich hatte ja auch den ganzen Tag noch nichts gegessen -, haben mir drei Leute geholfen, den kurzen Weg in den OP-Raum zu schaffen. Dort angekommen dachte ich nur "bitte nicht noch mal", als die ganze Prozedur, die ich ja schon einmal hinter mich gebracht habe, von vorne losging.

Aber als ich dann wieder aufwachte, war es morgens und mir ging es gut!!! Die Übelkeit war komplett weg. Ich hatte keinen Schmerzen und das Drainage-Ziehen hat wider Erwarten überhaupt nicht wehgetan, noch nicht einmal geziept! Ich fühlte mich sooo happy, geradezu euphorisch.

Dr. Pullmann kam dann auch ganz oft und hat sich um mich gekümmert, sagte auch, wenn ich wollte, könnte ich noch eine Nacht bleiben. Ich müßte dafür auch nicht extra bezahlen. Aber das wollte ich nicht. Ich fühlte mich ja gut, fand es in der Klinik - trotz TV-Programm - zu langweilig. Wollte lieber nachhause, wo ich herumlaufen und auch etwas tun konnte.

Ich war zu dem Zeitpunkt noch getaped, konnte also das Ergebnis noch nicht richtig erkennen, aber Dr. Pullmann meinte, es sei ganz toll geworden. Er hat übrigens auf beiden Seiten 320 ml genommen.

Am späten Nachmittag hat mich mein Mann dann abgeholt und nach Hause gebracht. Dabei war ich sehr froh, daß ich mir bequeme Sachen mitgenommen hatte, in die ich für den Rückweg einfach so `reinschlüpfen konnte. Bis dahin hatte ich in der Klinik - trotz all der vielen Sachen, die ich mir extra für den Klinik-Aufenthalt gekauft hatte, nur das OP-Hemdchen anbehalten.

Zuhause hatte ich - mit Ausnahme vom Rücken beim langen Liegen - gar keine Schmerzen mehr, kam natürlich nicht so an die hohen Schränke an, aber ansonsten ging alles (langsam) schon ganz gut.

Dr. Pullmann rief mich dann abends noch zuhause an, wollte wissen, wie es mir geht. Ich habe bei ihm wirklich ein soo gutes Gefühl gehabt, hätte von niemand anderem operiert werden wollen.

 

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