Brustvergrößerung - Meine Erfahrungen


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Nach meinem 2. Beratungsgespräch stand es ja nun definitiv fest, dass ich die Brustvergrößerung wirklich machen lassen wollte. Der Vertrag war unterschrieben. Die Blutabnahme hatte ich hinter mir. Alle Details zum Ablauf waren besprochen.

Und nun begann die Zeit des Wartens.. Noch über 4 Wochen bis zum OP-Termin !!!! Es kam mir vor, als wäre das noch eine Ewigkeit. Ich konnte mir irgendwie noch gar nicht vorstellen, wie es danach sein würde.Aber es verging kein Tag, an dem ich nicht an die OP dachte. Es gab fast nichts, was ich nicht irgendwie in Zusammenhang mit der geplanten Brustvergrößerung gebracht hätte.

    Bei Terminen:

  • Liegt der geplante Zeitpunkt vor der OP, kurz danach oder Wochen / Monate danach? Ist die geplante Aktivität dann schon wieder möglich (z.B. Kanutour) oder noch nicht?                      
  • Beim Einkaufen von Kleidung:

  • Kann ich das Oberteil nach der Brustvergrößerung noch tragen oder ist es möglicherweise zu eng? Sollte ich noch neue Unterwäsche und Bikinis kaufen oder noch warten?
  • Beim Sport:

  • Wie lange würde ich wohl verzichten müssen? Und würde danach alles wieder so gehen wie vorher?

    Und, und, und …..

Vor der Brustvergrößerung musste ich mich ja auch noch um ein paar Dinge kümmen. Z.B. um die Mammografie. Und obwohl ich dachte, dass ich noch genügend Zeit hatte, habe ich nur mit Müh und Not einen Termin bekommen, weil eine andere Patientin abgesagt hatte.

Da bekam ich dann noch einen kleinen Schock, als die Ärztin mit ihrer Helferin während des Schallens meiner Brust über einen Befund sprach und sich erst nach qualvollen Minuten für mich herausstellte, dass es dabei gar nicht um mich ging, Aber letztendlich war bei mir alles in Ordnung. Der OP stand also nichts mehr im Wege.

Während dieser Zeit verbrachte ich viele Stunden in Internet-Foren zum Thema Schönheitschirurgie. Bekam dort viele Ratschläge und Tipps von anderen Mädels, die auch eine Brustvergrößerung planten oder sie schon hinter sich gebracht hatten. Tauschte mich dort zu den Erfahrungen mit den verschiedenen Schnitt-Techniken aus. Und stellte fest, dass die meisten Mädels nach der Operation bereuten, nicht größere Implantate genommen zu haben..

Deshalb rief ich noch mal in der Praxis von Dr. Pullmann an</b>. Ich wollte einfach ganz sicher gehen, dass ich es im Nachhinein nicht bereuen würde. Erzählte ihm, dass ich etwas unsicher wäre wegen der Größe. Er meinte aber, dass ich ja so zierlich sei und viel größere Implies nicht zu mir passen würden.

Ich reagierte dann sehr irritiert auf die Formulierung "zierlich". Hatte ja gerade erst über 20 kg abgenommen. Und war noch nicht daran gewöhnt, dass mich jemand für "zierlich" halten könne. Das hat ihn dann wohl so verunsichert, dass er sich noch mal meine Bilder auf den Bildschirm geholt hatte, um zu sehen, ob er mich nicht verwechselt hätte. Er war dann aber erleichtert, als er sah, dass ich doch die war, für die er mich auch gehalten hatte.

Eventuell könnte man auch 320er-Implantate nehmen</b>. Wir würden vor der OP auf jeden Fall genug Zeit haben, um nach dem Ausmessen ausführlich über die Größe sprechen zu können. Und er hätte die Implantate in allen Größen da. Mich hat es auf jeden Fall sehr beruhigt, daß ich mich noch nicht so ganz festlegen mußte.

Und langsam fing die Zeit an schneller zu laufen.</b> Auf einmal waren es nur noch wenige Tage bis zur OP. Ungefähr eine Woche vorher erhielt ich einen Anruf von Dr. Pullmann. Er meinte, er hätte einen kleinen "Überfall" auf mich vor: Mein ursprünglicher Wunsch-Termin am 06.04., also am Donnerstag, wäre jetzt doch möglich. Ob das für mich so kurzfristig infrage kommen würde? Das war 1 Tag früher als geplant!

Ich war total durcheinander,verwirrt und aufgeregt, konnte fast keinen klaren Gedanken fassen, mir kaum vorstellen, dass es jetzt so schnell gehen könnte. Das würde ja heißen, einen Tag weniger warten. Und einen Tag früher alles hinter mir haben. Und sich vor Ostern einen Tag länger erholen können. Aber auch einen Tag weniger Zeit für die Dinge haben, die ich vor der OP noch machen mußte oder wollte. Ich sagte ihm, darüber müsse ich erst kurz nachdenken und würde mich gleich dazu melden.

Nach dem Auflagen überlegte ich aber nur kurz</b>.Denn ich wollte ja so schnell wie möglich alles hinter mir haben. Ich klärte dann in der Firma, ob ich schon einen Tag früher würde Urlaub nehmen können. Zum Glück hatte ich mir den Tag sowieso schon fast terminfrei gehalten. Und nach wenigen Minuten konnte ich Dr. Pullmann zurückrufen und ihm Bescheid geben, dass ich gerne den Termin am 06.04. nehmen würde.

Danach ist die Zeit einfach nur verflogen.Hatte in der Firma durch den früheren Urlaub ziemlich viel Stress, so dass ich kaum zum Nachdenken kam. Schaffte es zeitlich nur noch ganz knapp, mir ein paar Dinge zu besorgen, die ich für den Klinikaufenthalt, aber auch die erste Zeit zuhause benötigen würde, z.b. knöpfbare Oberteile, knöpfbaren Pyjama, Kühl-Pads, Arnica.... Und das Geld für die Brustvergrößerung musste ich ja auch noch überweisen.

Und plötzlich war schon der letzte Abendvor der OP da. Es gab zwar zwischendurch immer mal wieder Momente, in denen bei mir die Aufregung hochkam und die Angst vor dem Ungewissen, was mich bei und nach der OP erwarten würde. Aber die meiste Zeit war ich viel "cooler" als ich es mir eigentlich zugetraut hätte.

Am Abend vor der Brustvergrößerung </b>war die Anspannung allerdings extrem hoch. Ich fühlte mich der Situation so ausgeliefert. Und habe mich gefragt, ob ich die Operation wirklich wollen würde. Oder ob ich sie nur machen würde, weil ich jetzt nicht mehr zurück könne. Ich fragte mich, wie ich entscheiden würde, wenn ich ohne Konsequenzen jetzt noch von der OP zurücktreten könnte.Und als ich mir diese Frage mit : "Ja, ich würde die Brustvergrößerung trotzdem und auf jeden Fall machen wollen" beantworten konnte, fühlte ich mich auf einmal viel besser. Der Situation nicht mehr so hilflos ausgeliefert.

Und wider Erwarten habe ich in dieser letzten Nacht vor der OP sogar einigermaßen gut geschlafen….

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