Eigentlich ist ein Kontrolltermin schon ca 2 Wochen nach der Botox-Unterspritzung sinnvoll, weil dann das Maxium der Wirkung eingetreten sein sollte und man das Ergebnis und den Bedarf eines eventullen Nachspritzens am besten einschätzen kann.
Aufgrund des Urlaubs von Dr. Pullmann und eigener Terminschwierigkeiten schaffte ich es aber erst 4 Wochen nach der ersten Botox-Unterspritzung zu einem Kontrolltermin in seine Praxis nach Hamburg. Mir war es ja wichtig, daß Dr. Pullmann sich auch noch mal meine an den Außenseiten der Stirn noch verbliebenen "Minirunzeln" anschauen könne.
Bei dem Kontrolltermin forderte Dr. Pullmann mich dann wieder auf, meine Stirn zu runzeln und abwechselnd "böse" zu gucken und zu entspannen, damit er meine noch vorhandene Mimik einschätzen könne. Er meinte, daß alles schon sehr gut aussieht, hat mir aber auch empfohlen, an den Stirn-Seiten mit den "Mini-Runzeln" noch ein bischen nachzuspritzen zu lassen, eventuell auch noch einen kleinen Piks in die Zornesfalte.
Wir sprachen dann noch darüber, daß wir beide natürliche Ergebnisse schöner finden, die die Mimik nicht komplett einschränken, so daß nicht jeder gleich sehen kann, daß man eine Botox-Unterspritzung hinter sich hat. Deshalb hatte ich ein gutes Gefühl dabei, dieses Nachspritzen auch wirklich machen zu lassen, und hatte keine Angst, daß es danach zu starr oder maskenhaft werden würde.
Dr. Pullmann hat dann an jeder Seite der Stirn und in die Zornesfalte jeweils 2-3 Piekser gesetzt. Damit er die richtigen Injektionspunkte findet, musste ich vor jedem Einstich wieder die Stirn runzeln bzw "böse" gucken. Die Piekser habe ich zwar gemerkt, aber es war überhaupt nicht schmerzhaft.
Nach dem Kontrolltermin und dem Nachspritzen von einigen Botox-Einheiten hatte ich wie für ca 2 Tage leichte Kopfschmerzen, nicht schlimm wie beim ersten Mal, nur so ein dumpfes Gefühl. Aber das war dann für mich doch ein Zeichen dafür, daß die Kopfschmerzen nach der ersten Botox-Behandlung nicht zufällig waren, sondern schon mit der Unterspritzung zu tun hatten.
Dafür hatte ich seitdem aber keinen einzigen Migräne-Anfall mehr. Das fand ich so toll und hoffte sehr, daß ich - wie einige andere auch - durch die Botox-Injektionen zukünftig ganz davon verschont bleiben würde.
Nach dem Nachspritzen hat es für mich - zumindestens subjektiv empfunden - etwas länger gedauert, bis ich die Wirkung sehen konnte. Es kam - fand ich - sehr langsam und schleichend. Vielleicht hatte das auch damit zu tun, daß es nur noch um eine minimale Veränderung ging. Aber danach fand ich es perfekt, war superzufrieden und fand es total schön. Ich war nun sehr gespannt, wie lange die Wirkung anhalten würde.